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Von den jüngsten bis zu den ältesten weilten alle Mitglieder des ATB Uzwil in Mörschwil im Trainingslager. Über den Verlauf und über die Zukunft des Vereins gab Trainerin Claudia Jiricek Auskunft. Auf die Erfolge des RV-Sirnach-Vierers ist sie nicht neidisch, im Gegenteil.

FotoTrainingslager kUrs Nobel: Die Kunstradfahrer vom ATB Uzwil weilten eine Woche im Trainingslager. Wie sieht die Bilanz aus Sicht der Trainerin aus?

Claudia Jiricek: Die Bilanz ist sehr gut und wie man am Swiss Cup am Sonntag in Oberbüren gesehen hat, haben unsere Schützlinge auch Fortschritte erzielt. Ein wichtiger positiver Aspekt war zudem, dass wir uns alle über die Altersgruppen hinaus, wieder etwas nähergekommen sind. Auch im Kunstrad kommt dem Team- oder Vereinsgeist ein hoher Stellenwert zu.

Ihr hattet die Gelegenheit, in einer Dreifachhalle mit Parkettbodenbelag trainieren zu können. War das der Grund, dass Ihr «nur» in Mörschwil wart und nicht etwas weiter weg, wo der Erlebnisfaktor für die Lagerteilnehmer grösser gewesen wäre?
Jiricek: In erster Linie suchten wir einen Ort aus, in welchem bereits Schulferien waren. In Mörschwil war dies der Fall. Was den Bodenbelag anbelangt, so waren wir natürlich froh darüber, nicht noch zusätzlich einen eigenen Bodenbelag mitbringen zu müssen. Wir haben Mörschwil aber auch deshalb ausgewählt, weil sich die Unterkunft direkt neben der Turnhalle befindet.

Ihr hattet in der grossen Halle viel Platz und entsprechend viele Fahrerinnen und Fahrer gleichzeitig in der Halle. Konnten die Trainerinnen da noch die nötige Übersicht behalten?
Jiricek: Ja sicher, das war nie ein Problem. Schon vor dem Trainingslager haben wir Trainingspläne erstellt, so dass die Teilnehmer, die für einen Moment nicht kontrolliert wurden, wussten, was sie zu tun hatten. Und die Disziplin diesbezüglich war bei allen sehr hoch. Viele konnten wegen des grossen Platzangebots sogar freiwillig ihr Trainingspensum erhöhen und haben dieses Angebot gerne genutzt.

Wo haben die Verantwortlichen in den Trainings den Schwerpunkt gesetzt und die Ziele festgelegt?
Jiricek: Das war je nach Klassen verschieden. Bei den Jüngsten, die sich noch mitten in der Meisterschaft befinden, ging es um die Erhöhung der Harmonie und das Feilen an der bestehenden Kür. Die Grösseren, bei denen die Wettkampfzeit erst im Herbst beginnt, ging es darum, neue Elemente zu lernen und Sicherheit zu erlangen.

Dem ATB Uzwil gingen in den vergangenen zwei, drei Jahren etliche Teamstützen verloren. Wie sieht es momentan aus und mit welchen Erwartungen steigt der Verein in die Zukunft?
Jiricek: Man sieht es auf dem Gruppenbild. Der ATB Uzwil ist immer noch einer der grössten Kunstradvereine in der Schweiz. Somit blicken wir hoffnungsfroh in die Zukunft. Es wird für uns aber weiterhin eine Herausforderung bleiben, mit den jüngsten Kindern die in den älteren Stufen entstandenen Löcher zu füllen.

Ein grosser Verein sieht sich in der Regel auch mit dem Problem konfrontiert, seinen Sportlerinnen und Sportlern die Infrastruktur für die nötigen Trainings bereitstellen zu müssen. Klappt das in Uzwil? Kommt niemand zu kurz?
Jiricek: Nein, das klappt. Jedes Mitglied kommt in der Woche zu mindestens einem geleiteten Training, die älteren und talentiertesten sogar zu mehr.

In den vergangenen zwei Jahren war es in den Medien etwas ruhiger, was die Aktivitäten des ATB Uzwil anbelangt. Dies hat wohl damit zu tun, dass in Sirnach ein Vierer besteht, der unterdessen gar Weltmeister geworden ist. Neidisch?
Jiricek: Nein, im Gegenteil. Wir kennen uns sehr gut und mögen uns auch. Die beiden Vierer unserer Vereine trainieren zeitweise zusammen. Auch in den Kaderzusammenzügen kommt es immer wieder zu angenehmen Aufeinandertreffen. An der WM war ja auch eine Uzwiler Delegation dabei und alle haben sich herzlich über diesen Erfolg gefreut.

 

Quelle: Wiler Zeitung vom 15. April 2015, Urs Nobel