Am Samstag 08. August fand ein internationaler Online-Wettkampf im Kunstradfahren statt. Der Wettkampf wurde vom international tätigen Förderverein des Hallenradsports, Indoor Cycling Worldwide, organisiert und durchgeführt. Eine tolle Idee fanden dies auch die beiden Uzwiler Kunstradfahrer Lukas Burri und Fabienne Hammerschmidt und entschieden sich für eine Teilnahme. Durch die abgesagten Testwettkämpfe im Frühling bot sich mit dem virtuell stattfindenden Wettkampf die Möglichkeit die Form zu testen und Wettkampfpraxis zu gewinnen.
Hinter diesem Wettkampf steckt viel Arbeit, da die ganze Technik für eine gelungene Durchführung entscheidend ist. Sowohl die Kampfrichter als auch die Zuschauer verfolgen die Küren jeweils von zuhause aus über einen Livestream, der sogar moderiert wurde. Für die teilnehmenden Sportler bieten sich grosse Vorteile. Sie haben keinen weiten Anreiseweg und es sind keine grossen Schutzmassnahmen nötig, da jeder in der gewohnten Trainingshalle startet. «Auch wenn man nur per Livestream mit dem Kampfgericht und den Zuschauern verbunden ist, kommt das Wettkampffeeling trotzdem auf», sagen Fabienne und Lukas. Mit ihrer dargebotenen Leistung sind sie zufrieden, auch wenn ihre Kür teilweise noch ein wenig wacklig oder unsicher war. Den wertenden Kampfrichtern unterlief sogar noch ein kleines Missgeschick bei der Kür von Fabienne und Lukas, da sie vergessen haben die Zeit zu nehmen. Glücklicherweise hat die Trainerin in der Halle gestoppt und konnte so nach der Kür den Kampfrichtern mitteilen, dass alle Übungen innerhalb der erlaubten Zeit absolviert wurden. Alle Starter aus verschiedenen Disziplinen wurden schlussendlich in einer mit Faktoren korrigierten Rangliste geführt. Das Uzwiler Zweier belegte in einem starken Starterfeld den guten 4. Platz.
Auch wenn die Weltmeisterschaft in diesem Jahr nicht stattfinden kann, hoffen die Uzwiler Sportlerinnen und Sportler auf eine reguläre Durchführung der Wettkämpfe in der Schweiz. Sie haben den ganzen Sommer alles gegeben, um für die Herbstsaison bereit zu sein und freuen sich darauf.
Bericht von Michelle Haas
Foto von Familie Unternährer am Ems-Cup 2019