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Fabienne Hammerschmidt und Lukas Burri steigen gut vorbereitet und ambitioniert in die Saison.
Mit der Teilnahme an einem internationalen Turnier in Hohenems starten die Elite-Fahrer und -Fahrerinnen von Kunstradfahren Uzwil in die neue Saison. Um wichtige Qualifikationspunkte geht es erst eine Woche später.

KUNSTRADFAHREN. Nach dem bereits erfolgten Auftakt an Freundschaftsturnieren in Sirnach und Wattwil wird die Saison mit dem internationalen Turnier am Wochenende im österreichischen Hohenems richtig lanciert. Qualifikationspunkte für die Schweizer Meisterschaft oder die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Malaysia werden allerdings noch keine vergeben. Um diese wertvollen Punkte geht es erst eine Woche später anlässlich des ersten Swiss Austria-Masters in Gisingen (Ö).

 

Kein Viererteam

Kunstradfahren Uzwil setzt seine Hoffnungen hinsichtlich dieser Saison auf Lukas Burri in der Kategorie Männer Einzel sowie auf denselben jungen Mann im Zweier-Mixed, zusammen mit seiner Partnerin Fabienne Hammerschmidt. Die Untertoggenburger fiebern aber auch mit dem Damen-Zweier Rahel Nägele/Fabienne Gamper. Nägele aus Uzwil bildet mit der Winterthurerin Gamper ein vereinsübergreifendes Team. Bedauern herrscht bei den Uzwilern, dass sie kein Damen-Viererteam melden können. Dieses besteht zurzeit nur noch aus drei Athletinnen (siehe Zweittext direkt unter dem Bild).

Optimistische Trainercrew

Das Trainerteam von Kunstradfahren Uzwil, bestehend aus den ehemaligen Spitzenkunstradfahrerinnen Claudia Jricek, Petra Schnetzer und dem ebenfalls mehrfachen Medaillengewinner Joel Schmid hat seine Schützlinge gut vorbereitet und zeigt sich optimistisch. Im Verlauf der Vorbereitung in den vergangenen Monaten wurde dem Rumpftraining vermehrt Beachtung geschenkt. Die Physiotherapeutin des Nationalkaders, an dessen Zusammenzügen Burri und Hammerschmidt regelmässig dabei sind, hat auf dieses Manko ihrer Schützlinge aufmerksam gemacht. Optimiertes Rumpftraining verhelfe zu besserer Körperstabilität und somit zu höherer Spannung, was wiederum mit einem stärkeren Auftritt belohnt werden sollte. Burri/Hammerschmidt waren und sind aber auch mit der neuen Situation konfrontiert, dass ihr Tagespensum zusätzlich wegen ihrer Ausbildung ausgelasteter sein wird. Dies führt zu einem neuen Druck für das Paar. Es gilt nun für die beiden, sich zukünftig neu und noch besser zu organisieren, um Ausbildung (Beruf) und Sport unter einen Hut zu bringen.

Lukas Burri mit dem Einer

Die Ziele von Lukas Burri sind, eine Medaille an der Schweizer Meisterschaft zu gewinnen und sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. An dieser sei ein Medaillengewinn zwar eher unwahrscheinlich. Ein Top-Ten-Platz dagegen realistisch. Seitens seiner Trainerinnen und Trainer wird Burri als konstant und nervenstark bezeichnet. Er verfüge über ein gutes Körpergefühl und sei ein Multitalent. Ein etwas grösserer Ehrgeiz würde ihm jedoch gut anstehen und sich im Training wie auch in den Wettkämpfen positiv auswirken. Burri kommt mit dem Spagat zwischen dem Einzel- und Zweier-Mixed-Kunstradfahren gut zurecht, wohlwissend, dass oft Kompromisse einzugehen sind. Er schätzt jedoch das gemeinsame Training zusammen mit Fabienne Hammerschmidt und nimmt dafür einiges in Kauf.

Nägele/Gamper

Auch das Kunstradfahren kommt um etwas nicht herum, mit dem andere Sportarten schon längst problemlos zurecht kommen. Um im Spitzensport konkurrenzfähig sein zu können, empfiehlt es sich für Athletinnen und Athleten, sich zu einer vereinsübergreifenden Gemeinschaft zusammen zu finden. Diesen Schritt haben auch Rahel Nägele aus Uzwil und Fabienne Gamper aus Winterthur-Wülflingen getan. Sie trainieren einmal gemeinsam in Uzwil und ein zweites Mal in Wülflingen. Für das Paar gilt es, die gute vergangene Saison zu bestätigen und sich zum Ziel zu setzen, Schweizer Meister mit dem Zweier Damen zu werden. Das Duo stellt sich dabei einem Dreikampf, welches neue Erfolgsperspektiven sieht, weil der Dürnten-Zweier wegen einer Verletzung für diese Saison Forfait erklären musste. Nägele/Gamper dürfen ebenfalls damit liebäugeln, an die Weltmeisterschaft entsandt zu werden.

Burri/Hammerschmidt

Beim Zweier-Mixed-Team Lukas Burri und Fabienne Hammerschmidt handelt es sich um Uzwils Aushängeschild. Wenn es den beiden gelingt, nicht nur wie im vergangenen Jahr gut, sondern auch erfolgreich zu sein, ist das Paar der erste Anwärter auf den Schweizer Meistertitel. Was wiederum auch mit der Qualifikation für die Weltmeisterschaft verbunden wäre. Gelingt dies Burri/Hammerschmidt, so ist ihnen in Malaysia ein Rang unter den ersten vier zuzutrauen. Innerhalb des Teams ist Fabienne Hammerschmidt als strukturierte Persönlichkeit der Leithammel, Lukas Burri eher derjenige, der ausführt, was ihm gesagt wird, auf den man sich aber jederzeit verlassen kann. Des Teams Stärken sind der hohe Schwierigkeitsgrad der Kür und dass es anlässlich seiner Auftritte Charisma ausstrahlt. Die grosse Vertrauensbasis zwischen den beiden Sportlern ist die halbe Miete zum Erfolg. Etwas mehr Selbstvertrauen täte den beiden aber gut.

Quelle: St. Galler Tagblatt vom 20. August, Urs Nobel